Für Kinder

Hier finden sie meine Geschichten für Kinder im Alter ab vier Jahren.

Bücher:

Für die ganz Kleinen gibt es "Line", die Grille, die mit ihren Freunden Felix, der Ameise, und Tanja, dem Schmetterling, so manches über das Leben mit seinen täglichen Tücken lernt.

"Paul und seinen Clique" ist für Kinder ab sechs Jahre gedacht. Mit viel Humor und Liebe zum Detail zeigen die Geschichten, dass man auch in einer kleinen Stadt so manches Abenteuer erleben kann. Und wichtige Detektivfälle manchmal nur mit der Hilfe derer zu lösen sind, die auch mal Kinder gewesen sind.

"Lines Wunsch"

Das Leben der kleinen Grille Line könnte so schön sein. Mit den Freunden spielen, mit Mama und Papa lachen oder einfach den ganzen Tag verträumen. Wäre da nicht diese blöde Violine! Jeden Tag soll sie üben, üben, üben. Aber es will partout kein einziger sauberer Ton aus dem Holzkörper kommen. Stattdessen halten sich alle Nachbarn die Ohren zu, oder flüchten in ihre schützenden Häuser.
...

Mit viel Liebe und Humor nimmt das Buch die Kinder mit auf eine Reise zu ihren eigenen Gefühlen. Angst und Wut, aber auch Freude und Geborgenheit werden durch den kindgerechten und einfühlsamen Erzählstil fast körperlich spürbar. Und neben der Freude am Text erfahren die kleinen Leser, wie wichtig es ist, ehrlich zu sich selbst zu sein. Die Hilfe von Freunden und Familie anzunehmen, ohne auf den eigenen Vorteil zu schielen. Und dass man geliebt wird, so wie man ist!

"Line und der alte Mann"

Textprobe

Line stand auf ihrem Blatt und fiedelte, was das Zeug hielt. Schon als die ersten Kratzer zu hören waren, schloss ihre Mutter schnell die Tür zum Haus. Ihr Papa presste seine Hand gegen die Wange und verzog das Gesicht als hätte er Zahnschmerzen. Alle Geräusche der Wiese waren verstummt. Es wäre mucksmäuschenstill gewesen, wenn, ja wenn Line nicht den Bogen über die zarten Saiten ihrer Violine gezogen hätte. Mit einer Gewalt, als würde sie mit ihrem Messer ein Stück von einer Karotte abschneiden wollen.
"Kannst Du mir mal den Halm rüber geben!" Ben schrie Felix, seinen Bruder an. Aber der starrte wie gebannt nach oben in den Himmel.
"Den Halm", brüllte Ben. Felix zuckte zusammen und zog etwas aus seinem Ohr: "Welchen Halm denn?", schrie er zurück und steckte sich sofort den Finger ins Ohr. "Den, der direkt vor deinen Füßen liegt", antwortete Ben so laut er konnte. "Oder bist Du jetzt nicht nur taub, sondern auch blind?"
"Hä??" war die einzige Antwort, die Ben erhielt.
Er nahm den Halm und machte Felix ein Zeichen, ihm in den Ameisenbau zu folgen. Dort angekommen, legten sie den Halm in eine Ecke und pulten sich kleine Kugeln aus den Ohren. "Wenn Line nicht bald besser spielt, dann werden wir noch unsere Stimmen verlieren. Ich bin schon ganz heiser", hustete Ben und trank einen Schluck Regenwasser direkt aus der Tonne.
"Ich weiß", murmelte Felix betreten. Er war Lines bester Freund und nahm sie immer in Schutz, aber langsam ging auch ihm die Geduld aus. Zum Glück war er auf die Idee mit den Wattestöpseln gekommen.

"Paul und Hefi, das Monster aus der Mülltonne"

Paul, Nadine, Franz und Klaus sind acht Jahre alt. Sie sind dicke Freunde, seitdem sie nebeneinander in den kleinen Geburtswägen des kleinen Krankenhauses einer kleinen Stadt im Osten Bayerns lagen. Das Osterfest steht bevor. Die gesamte Stadt steht Kopf und bemerkt nicht das Unheil, das sich über dem beschaulichen Ort zusammenbraut. Bis Nadine mitten in der Nacht die Clique ins Hauptquartier ruft.

Textprobe

"Also, Bestandsaufnahme!", ordnet Paul an.
"Was wissen wir?", fragt Franz und schaltet das Tonbandgerät ein. Er diktiert "Lagebesprechung! 6. April, drei Uhr und 20 Minuten. Anwesend: Paul, Nadine und ich - äh, Franz." Er stellt das Tonband in die Mitte, damit alle gut zu verstehen sind. "Die Geräusche bei Frau Krämer haben mich so gegen 2.30 Uhr in der Nacht geweckt!", fängt Nadine ihre Bericht an. "Es war ein Tock - Tock - Tock. So, als versuche jemand, mit einem Blumentopf eine Fensterscheibe zu zerschlagen."
"Moment mal", unterbricht Paul ihre Rede. "Hat es sich wirklich wie ein Fenster angehört? Überleg noch einmal gut!"
Nadine kann sich nicht denken, worauf Paul hinaus will, aber sie überlegt noch einmal. Einen Moment lang ist nur das laute Schnurren des Katers zu hören, das an das Geräusch einer Kreiselpumpe erinnert.
"Na ja, es war kein helles Geräusch. Eher dumpf, als wäre ein Hohlraum hinter dem, worauf geschlagen wurde."
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